Heilpraktikerin für Psychotherapie · VFP-Mitglied

Praxis für Wegbegleitung
Die therapeutischen Methoden

In meiner Praxis arbeite ich mit fünf fundierten therapeutischen Methoden, die ich in mehrjährigen Ausbildungen erlernt habe. Sie stehen nicht isoliert nebeneinander – sie fließen im therapeutischen Prozess ineinander. Was in einer Sitzung hilfreich ist, entscheidet sich im gemeinsamen Prozess: je nachdem, wo Sie gerade stehen, was Sie bewegt und was in Ihrem Moment gebraucht wird. Manchmal haben innere Zustände keine Worte – dann können kreative Medien wie Tonerde oder Farben einen anderen Zugang öffnen. Ob eine der folgenden Methoden für Ihre Situation geeignet sein könnte, erfahren Sie auch auf der Seite Für wen. Nehmen Sie sich einen Moment, um zu lesen und in sich nachzuspüren.

Gestalttherapie

Für mehr Selbstwahrnehmung, innere Klarheit und neue Handlungsmöglichkeiten

Was ist Gestalttherapie? Gestalttherapie ist eine erfahrungsorientierte Therapiemethode, die in den 1950er Jahren von Fritz Perls, Laura Perls und Paul Goodman entwickelt wurde. Das Wort „Gestalt" verweist auf das Ganze: den Menschen als unteilbare Einheit von Körper, Seele und Geist, die in ständiger lebendiger Wechselwirkung mit ihrem Umfeld steht – und die stets mehr ist als die Summe ihrer Teile.

Gestalttherapie versteht sich nicht als Analyse von Vergangenem, sondern als lebendige Begegnung mit dem, was jetzt ist. Im Mittelpunkt steht die direkte Selbstwahrnehmung im Hier und Jetzt: Was spüre ich gerade? Was nehme ich in diesem Moment in mir wahr? Was geschieht zwischen mir und meiner Umwelt? Diese unmittelbare Begegnung mit dem eigenen Erleben schafft Klarheit – und öffnet Handlungsmöglichkeiten, die bisher unsichtbar waren.


Die Methode geht davon aus, dass im Innersten jedes Menschen Ressourcen und Selbstheilungskräfte schlummern – oft verschüttet, aber nie verloren. Die Gestalttherapie öffnet Wege, diese Kraftquellen wieder zugänglich zu machen.

Eine Puppe sitzt auf einem blau gepolsterten Stuhl neben einem leeren Stuhl in einem Wartezimmer.

In der praktischen Arbeit kommen verschiedene Elemente zum Einsatz: das Gespräch, der sogenannte „leere Stuhl" als Raum für innere Dialoge, Visualisierungen, die Arbeit mit dem inneren Kind sowie kreative Medien und behutsame Körperarbeit. Gestalttherapie lässt sich in den unterschiedlichsten Lebenssituationen einsetzen – von persönlichen Wachstumsprozessen bis hin zu tiefen Krisen und einschneidenden Lebensphasen.

Frau und Kind gehen einen Feldweg entlang durch offene, goldene Felder und tragen einen Korb.

Somatic Experiencing

Körpertraumatherapie – behutsam und nachhaltig das Nervensystem regulieren

Was ist Somatic Experiencing (SE)? Somatic Experiencing ist eine körperorientierte Methode zur achtsamen Verarbeitung traumatischer Erlebnisse. Sie wurde von dem Biophysiker und Psychologen Peter A. Levine entwickelt – aus der Beobachtung heraus, dass Tiere in der Wildnis trotz extremer Bedrohungen kaum traumatisiert werden, weil sie instinktiv in der Lage sind, angesammelte Überlebensspannung körperlich abzubauen. SE überträgt diese natürliche Regulationsfähigkeit auf den Menschen.


Traumatische Erfahrungen, anhaltende Belastungen und tiefe Ängste werden nicht nur psychisch erlebt – sie hinterlassen auch körperliche Spuren. Das Nervensystem kann in einem dauerhaften Zustand von Alarmbereitschaft verharren, lange nachdem das auslösende Ereignis vorbei ist. Was einmal Schutz war, wird zur andauernden Last.

SE wurde speziell für die Arbeit mit Schocktraumata entwickelt. Ein Schocktrauma entsteht durch Ereignisse, die zu plötzlich, zu schnell und zu überwältigend waren, um in dem Moment vollständig verarbeitet werden zu können – etwa Unfälle, Stürze, Gewalterfahrungen, Überfälle oder Situationen massiver Hilflosigkeit. Typische Folgesymptome können sein: Erschöpfung, Schlafstörungen, Ängste, Schreckhaftigkeit, Flashbacks, ein ständiges inneres Bedrohungsgefühl, Antriebslosigkeit oder der Verlust von Lebendigkeit.


In der behutsamen SE-Arbeit lernen Sie Schritt für Schritt, wieder eine lebendige Verbindung zu Ihrem Körper herzustellen. Sie entwickeln die Fähigkeit, Körperempfindungen bewusst wahrzunehmen und sich aus einem Zustand der Überwältigung heraus selbst zu regulieren – in Ihrem eigenen Tempo, sicher und achtsam begleitet.

Mehr über die Methode und ihre wissenschaftlichen Grundlagen erfahren Sie beim Verband Somatic Experiencing Deutschland e.V.

Schwarze schließende Anführungszeichen auf weißem Hintergrund

Heilung ist das Umarmen dessen, was man am meisten fürchtet. Heilung ist das Öffnen dessen, was verschlossen war. Das Weichwerden dessen, was zur Blockade verhärtet war. Heilung besteht darin, dem Leben zu vertrauen.

– Jeanne Achterberg

Systemische Therapie und Inneres Familiensystem (IFS)

Für Ressourcen, Lösungen und neue Handlungsmöglichkeiten – und für die Heilung und Harmonisierung der inneren Anteile

Was ist Systemische Therapie? Systemische Therapie ist ein lösungsorientierter Ansatz, der den Menschen nicht isoliert betrachtet, sondern immer eingebettet in seine Beziehungssysteme – in Familie, Partnerschaft, Beruf und soziales Umfeld. Ressourcen und vorhandene Stärken stehen dabei im Vordergrund.


Am Beginn der Begleitung steht die Klärung: Was ist Ihr Therapieziel? Was wünschen Sie sich statt Ihrer aktuellen Situation? Gemeinsam würdigen wir die Ressourcen, die Sie bisher auf Ihrem Lebensweg getragen haben – und entdecken neue Stärken und Fähigkeiten für den weiteren Weg. Wir schauen auf Ihr aktuelles Familiensystem und beschäftigen uns mit Ihrer Biografie. Die Arbeit mit Glaubenssätzen und das Erforschen innerer Anteile gehören ebenso zu diesem Ansatz. Alte Muster können so sichtbar werden und sich auflösen – neue Denkweisen und Handlungsoptionen entstehen.

Schwarzes Anführungszeichensymbol auf weißem Hintergrund.

Das größte Geschenk, das ich von jemandem empfangen kann, ist: gesehen, gehört, verstanden und berührt zu werden.

– Virginia Satir

Was ist das Innere Familiensystem (IFS)? Das Innere Familiensystem wurde in den 1980er Jahren von dem amerikanischen Therapeuten Richard Schwartz entwickelt und ist aus der Systemischen Familientherapie entstanden. Schwartz beobachtete, dass die menschliche Psyche aus verschiedenen inneren Anteilen besteht, die miteinander interagieren – ähnlich wie Mitglieder einer Familie, jeder mit eigenen Sichtweisen, Bedürfnissen und Gefühlen.


Sie kennen das vielleicht aus eigener Erfahrung: Sie stehen vor einer Entscheidung, und ein Teil in Ihnen sagt mit Überzeugung: „Ja, das ist eine gute Idee – ich mache das." Gleichzeitig meldet sich eine andere Stimme: „Auf keinen Fall. Das ist viel zu riskant." Beide Stimmen sind real. Und beide handeln in einer guten Absicht – auch wenn ihr Verhalten auf den ersten Blick nicht förderlich erscheint.


Wie in einer echten Familie gibt es auch im inneren System Konflikte, Missverständnisse, Schmerz, Ärger und Trauer. Das Ziel der IFS-Arbeit ist es, zwischen diesen Anteilen wieder Verständnis, Akzeptanz und Harmonie herzustellen. In dem Moment, in dem ein innerer Anteil gesehen, gehört und wertgeschätzt wird, kann Heilung geschehen und psychische Gesundung wachsen.

Zwei Personen knien auf dem Boden und arrangieren bunte Haftnotizen, die mit einer roten Schnur verbunden sind.

Christlich-initiatische Wegbegleitung

Das Tor zum eigenen Wesenskern öffnen

Was bedeutet „initiatisch"? Das Wort leitet sich vom lateinischen „initiare" ab und bedeutet so viel wie: das Tor zum Geheimen öffnen. Das Geheime, das hier gemeint ist, sind wir selbst – unser tiefstes Inneres, unser Wesenskern, unser eigentliches Sein. Die Christlich-initiatische Wegbegleitung ist eine auf diesen Wesenskern ausgerichtete Begleitung. Sie wurde Anfang der 1950er Jahre von Dr. Karl Graf Dürckheim entwickelt.


In dieser Form der Begleitung kommen kreative Medien zum Einsatz: Beim Malen entstehen Bilder, die aus den Tiefen des Herzens sprechen – Bilder, die uns in Berührung bringen mit verborgenen Blockaden, alten seelischen Wunden, aber auch mit Freude, Lebenskraft und Kreativität. Manchmal öffnet sich dabei ein Raum, den Worte allein nicht hätten erschließen können.

Beim Arbeiten mit Tonerde lassen wir uns auf eine andere Art berühren: von innen heraus, durch die Hände, durch den Kontakt mit der Erde. Etwas darf Form annehmen – ohne Plan, ohne Erwartung, allein aus dem heraus, was gerade da ist.


Diese Methode ist kein exklusives Angebot für Menschen mit christlichem Glauben. Sie ist eine Einladung an jeden Menschen, der seinem Wesenskern ein Stück näherkommen möchte – unabhängig von religiöser Zugehörigkeit oder weltanschaulichem Hintergrund.

Open Hands – Handauflegen

Achtsame Berührung dann, wenn Worte nicht weiterhelfen

Was ist Open Hands? Das Handauflegen biete ich in der Tradition der Open-Hands-Schule von Anne Höfler an. Open Hands ist keine Therapie im klinischen Sinne, sondern eine achtsame Form der Zuwendung – eingebettet in eine klar definierte Ethik.


Das Handauflegen ist eine der ursprünglichsten Gesten des Mitgefühls. Wenn ein Kind Schmerzen hat, legen wir ihm intuitiv die Hand auf – nicht weil wir etwas „reparieren" wollen, sondern weil Berührung selbst Zuwendung ist. In vielen Kulturen und Glaubensrichtungen ist Handauflegen seit Jahrhunderten tief verwurzelt: im christlichen Kontext, im Judentum, in anderen spirituellen Traditionen weltweit.


In einer Open-Hands-Sitzung können Sie sitzen oder liegen. Es beginnt mit einem kurzen Gespräch und einem Moment der inneren Sammlung. Das Handauflegen selbst kann einige Minuten dauern oder auch länger – ganz so, wie es für Sie in diesem Moment stimmig und richtig ist.

Die persönliche Freiheit der Hilfesuchenden wird dabei stets respektiert. Weder Heilung noch Besserung werden versprochen; es werden keinerlei Diagnosen gestellt.


Open Hands führt auf einem stillen Weg zu dem, was wir mit auf die Welt gebracht haben: unseren Wesenskern. Im Spüren und Geschehenlassen darf etwas neu entdeckt werden. Es findet eine Begegnung zweier Menschen statt, in der Integration und Heilung möglich werden – sanft, ohne Druck, ohne Erwartung.


Mehr über die Methode und die Schule erfahren Sie auf der Website der Open-Hands-Schule des Handauflegens.

Ein Therapeut massiert einen Klienten, der in einem schwach beleuchteten Raum auf einer Liege liegt.
Eine Frau massiert die Füße einer Person, die in einem gemütlichen Raum mit einem Wandbehang auf einer Liege liegt.

Häufige Fragen zu den Methoden

  • Was ist der Unterschied zwischen Gestalttherapie und klassischer Gesprächstherapie?

    Klassische Gesprächstherapie arbeitet vor allem sprachlich und analytisch – sie sucht nach Zusammenhängen zwischen Erleben und Verhalten. Gestalttherapie ist erlebnisorientiert und fokussiert auf das Hier und Jetzt: Was geschieht gerade in mir? Statt Deutung von außen steht die direkte Selbstwahrnehmung im Vordergrund – ergänzt durch kreative Methoden und Körperarbeit, wenn Worte allein nicht reichen.

  • Für wen ist Somatic Experiencing geeignet?

    SE eignet sich für Menschen, die nach belastenden Erfahrungen merken, dass Ängste, Erschöpfung, Schreckhaftigkeit oder innere Unruhe auch dann nicht nachlassen, wenn das äußere Ereignis längst vorbei ist. SE hilft ebenso bei chronischem Stress und tiefer körperlicher Anspannung, die sich durch reine Gesprächsarbeit nicht löst.

  • Was genau ist das „Innere Familiensystem" (IFS)?

    IFS beschreibt die Idee, dass unsere Psyche aus verschiedenen inneren Anteilen besteht – ähnlich wie eine Familie mit unterschiedlichen Mitgliedern. Diese Anteile können in Konflikt geraten oder sich gegenseitig blockieren. IFS-Arbeit zielt darauf ab, zwischen diesen Teilen Verständnis und Harmonie herzustellen, damit Sie als Ihr eigenes Selbst wieder die Führung übernehmen können.

  • Muss ich christlich oder religiös sein, um die christlich-initiatische Wegbegleitung zu nutzen?

    Nein. Diese Methode ist eine Einladung zur Begegnung mit dem eigenen Wesenskern – offen für jeden Menschen, unabhängig von religiöser Überzeugung oder Zugehörigkeit.


  • Was genau passiert beim Handauflegen – und ist die Methode seriös?

    Open Hands arbeitet mit einer verbindlichen, schriftlich festgelegten Ethik. Es werden keine Heilversprechen gemacht, keine Diagnosen gestellt und keine Therapieentscheidungen beeinflusst. Das Handauflegen ist ein Angebot der achtsamen Zuwendung – eingebettet in den therapeutischen Gesamtrahmen der Praxis für Wegbegleitung.


  • Werden in einer Sitzung mehrere Methoden kombiniert?

    Ja – und genau das ist oft das Wirkungsvolle. Cilia Oberfohren verbindet in ihrer Arbeit alle Methoden, die sie in mehrjährigen Ausbildungen erlernt hat. Was zum Einsatz kommt, richtet sich nicht nach einem festen Schema, sondern danach, was Sie in Ihrem Prozess im jeweiligen Moment benötigen.

Haben Sie Fragen – oder möchten Sie einfach anfangen?

Wenn Sie nach diesem Überblick spüren, dass Sie mehr erfahren möchten, nehmen Sie unverbindlich Kontakt auf. Ein erstes Gespräch gibt Ihnen die Möglichkeit herauszufinden, ob die Zusammenarbeit für Sie stimmig ist. Mehr über Cilia Oberfohren und ihren Werdegang erfahren Sie auf der Seite Über mich.


Tel.: +4915739663743